Warum fast jeder einen Vitamin-D-Mangel hat...
...und wie wir ihn ausgleichen
Vielleicht denken Sie, dass ein Mangel an Vitamin-D in die Nachkriegszeit gehört, in der viele Kinder dadurch unter Rachitis (Störung des Knochenwachstums) litten, und dass so etwas in unserer jetzigen Wohlstandsgesellschaft gar
nicht mehr vorkommt. Ganz im Gegenteil: Wie die Nationale Verzehrstudie gezeigt hat, leidet bei uns nahezu jeder an Vitamin-D-Mangel.

Streng genommen ist Vitamin D ein Hormon
Unter dem Namen Vitamin D wird eine Gruppe fettlöslicher Vitamine zusammengefasst. Für den Menschen von Bedeutung sind dabei die das in pflanzlichen Zellen und Pilzen vorkommende Vitamin D² (Ergocalciferoll) sowie das Vitamin D³ (Cholicalciferoll) aus tierischer Nahrung. Beide sind streng genommen Hormone, denn sie regulieren den Kalzium- und den Phosphat-Stoffwechsel – sind jedoch vor allem verantwortlich für die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm. Dadurch sorgt eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung für stabile Knochen und Zähne.

Ohne Sonnenlicht können wir das Vitamin nicht bilden
Vitamin D ist das einzige Vitamin, das unser Körper selbst bilden kann. Dazu benötigt er allerdings das Sonnenlicht. Treffen die UVB-Strahlen auf die oberste Hautschicht, werden die Vorstufen von Vitamin D in das biologisch aktive
Vitamin D³ umgewandelt.

Für diese Aufgaben wird Vitamin D benötigt:
Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm sowie Einbau in die Knochen, Aktivierung der Abwehrzellen. Verkoppelung der Nervenbotenstoffen (Serotonin, Dopamin) im Gehirn. Verhinderung von unkontrolliertem Wachstum abnormaler Zellen (z.B. Schutz vor Krebs und Schuppenflechte) Stabilisierung der Muskelzellen. Kontrolle des Blutdrucks und des Elektolytehaushalts.

Im Sommer müssen wir das „Sonnen-Vitamin“ tanken
Der Tagesbedarf an Vitamin D beträgt bei Erwachsenen etwa 20 Mikrogramm, 80 bis 90% des Tagesbedarfs werden dabei über die körpereigene Synthese mit Hilfe von Sonnenlicht gedeckt, den Rest nehmen wir mit der Nahrung auf. Fetter Fisch wie Hering und Lachs, aber auch Leber, Pilze und Eigelb sind hier gute Lieferanten. Überschüssiges Vitamin D speichert der Körper in der Leber und im Fettgewebe. Wenn Sie sich in den Sommermonaten nicht regelmäßig in der Sonne aufhalten und so ihren Vitamin-D-Speicher für den Winter auffüllen, ist es ratsam, mit einem Vitamin-D-Präparat nachzuhelfen. Das haben mehrere Studien eindeutig belegt.

Das sind die Ursachen für eine Vitamin-D-Mangel:
zu wenig Sonnenlicht, verminderte Aufnahme aus dem Darm (z.B. bei Darmerkrankungen wie Morbus Crohn)
Medikamente gegen Epilepsie, Langzeitbehandlung mit Kortison, Vitamin-D-arme Ernährung, Nierenerkrankungen, chronische Lebererkrankungen (z.B. Leberzirrhose) Schwermetallbelastungen.

Erhöhter Bedarf bei Kindern und Senioren
Etwa ab dem 40. Lebensjahr lässt die Fähigkeit des Organismus nach, Vitamin D selbst zu bilden. Zusätzlich ist bei älteren Menschen auch die Fähigkeit der Nieren, Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln, vermindert. Ab der zweiten Lebenshälfte benötigt daher fast jeder Mensch eine „Extraportion“ Vitamin D. Der Vitalstoff-Experte Dr. Bodo Kuklinski von der Universität Rostock empfiehlt generell jedem Erwachsenen in den Wintermonaten die tägliche Zufuhr von 800 bis 2.000 I.E. (20 bis 50 ug) des Vitamins. Diese Dosierung liegt deutlich über der bisher von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Ration.

Das sind die Anwendungsgebiete für eine Vitamin-D-Ergänzung
Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose
Herzschwäche
Bluthochdruck
Krebsprävention
Infektanfälligkeit
Muskelschwäche
Schuppenflechte
Demenz
Depression
Zusätzlich wirkt der Vitalstoff entzündungshemmend, da er die typischen Entzündungs- Reaktionen im Blut
(C-reaktives Protein, Interleukin) zurück drängt.

Ein hoher Vitamin-D-Spiegel schützt vor Osteoporose
Ein Mangel an Vitamin D erhöht aufgrund der Schwächung von Muskeln und Knochen das Risiko für Stürze und Brüche sowie für Osteoporose. Die Leitlinien des Dachverbandes Osteologie (DVO) empfehlen daher jedem, der nicht mindestens 30 Minuten täglich das Gesicht und die Arme dem Sonnenlicht aussetzen kann, dauerhaft ein Ergänzungspräparat mit mindestens 800 I.E. Vitamin D einzunehmen.

Vitaminpillen oder Sonnenbank?
Da in unseren Regionen, die nördlich des 42. Breitengrades liegen, die Sonne in den Wintermonaten zu tief steht, um die benötigte UV-Strahlung durchzulassen, müssen wir tatsächlich etwas unternehmen, um unsere
Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Allein über die Nahrung wird es uns nicht gelingen, den erforderlichen Spiegel des Vitamins im Blut zu erreichen – dazu müssten wir täglich beispielsweise 1 Kilogramm Thunfisch essen. Eine nicht ganz einheitlich diskutierte Alternative zu Fertig-Präparaten ist der Besuch eines Solariums in den sonnenarmen Monaten. Wissenschaftler des Krebsforschungsinstituts der Universität Oslo/Norwegen raten durchaus zu einem dosierten Einsatz künstlicher Sonnenbestrahlung.Tipp: Nutzen wir die sonnigen Tage für einen täglichen Spaziergang von 30 Minuten, um unsere körpereigene Vitamin-D-Bildung anzuregen. In den Wintermonaten sollten wir täglich ein Vitamin-D-Präparat einnehmen.

                                                                                                             (Quelle: natur & gesund März 2020)

Schüßler-Salze unterstützend bei Osteoporose:
Nr. 1 Calcium fluoratum D 12, Nr. 2 Calcium phosphoricum D 2,
Nr. 7 Magnesium phosphoricum D 6, Nr. 11 Silicea D 12.
 

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