Atemwegsinfekte
Immer wieder erkranken wir an Atemwegsinfekten. Warum sie so häufig sind und was sie begünstigt. Als Atemwegsinfekt werden Infektionen in den Luftwegen bezeichnet, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Das Atemwegsinfekte so häufig sind, hat einen ganze einfachen Grund: Die Atemwege sind ein offenes System, in das mit jedem Atemzug nicht nur Sauerstoff, sondern auch die verschiedenen Partikel wie Staub, Schadstoffe und eben auch Krankheitserreger leicht eindringen können. Dabei werden Atemwegsinfekte in der überwiegenden Mehrzahl von Viren ausgelöst, die auch respiratorische Viren genannt werden. Prinzipiell kann ein Infekt an jeder Stelle des Atemsystems entstehen, wenn sich die Erreger in den entsprechenden Schleimhäuten einnisten. Unsere Atemwege werden in „zwei Etagen“ eingeteilt:

Obere Atemwege Nase, Nebenhöhlen, Rachen
Untere Atemwege Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge

Wenn Keime in die oberen Atemwege eindringen und die Infektion nicht ausreichend behandelt wird, kann es durchaus zu einem „Etagenwechsel“ kommen, bei dem sich die Infektion von den oberen in die unteren Atemwege ausbreitet. Daher bei einem oberen Infekt keine heiße Zitrone trinken, der Infekt kann dadurch in die unteren Atemwege „hinunter rutschen“. Wir haben ein Reinigungssystem, normalerweise sind unsere Atemwege eindringenden Keimen gegenüber nicht vollkommen wehrlos, denn sie sind mit einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet, die den gesamten Nasen-Rachen-Raum und das komplette Bronchialsystem überzieht.

Diese Schleimhaut arbeitet wie ein Reinigungssystem, das eingedrungene Schädlinge wieder hinausbefördert. Dazu besitzt diese Schleimhaut spezielle Zellen (Becher-Zellen), die einen wässrigen Schleim produzieren, an dem die Keime und Schadstoffe haften bleiben. Zusätzlichen Schutz vor sich einnistenden Krankheitserregern biete das Immunsystem, das die Erreger abtöten und beseitigen kann. Solange der Reinigungsmechanismus in der Schleimhaut intakt ist und unsere Abwehrkräfte stark sind, sind wir weitgehend gegen Infektionen gefeit. Ist jedoch die Schleim-haut geschädigt und das Immunsystem geschwächt, dann haben die Viren leichtes Spiel. Atemwegsinfekte werden begünstigt durch: Stress, körperliche Erschöpfung, chronische Erkrankungen, hoher Alkoholkonsum, unausgewogen, vitaminarme Ernährung, Rauchen, Schlafmangel. Sind wir erkältet, antwortet die Schleimhaut mit einer Schutzreaktion. Wenn die beiden Schutzschilde Immunsystem und intakte Schleimhaut schwächeln und die Erreger eingedrungen sind, reagiert als Erstes die betroffene Schleimhaut: Sie entzündet sich. Dabei schwillt sie an und produziert mehr Schleim, um die Erreger wieder aus dem Körper zu schleusen. Jetzt zeigen sich die typischen Beschwerden des Infekts, der im Grunde genommen nichts anderes als eine Schutzfunktion ist.

Erreger der Atemwegsinfekte können durch Tröpfcheninfektion von einem bereits an einem Ateminfekt Erkrankten auf andere Menschen übertragen werden. Es ist durchaus möglich, dass der Viren-Träger beim Husten, Niesen oder Sprechen unzählig viele Viren in winzigen Speiche Tröpfchen in die Luft versprüht. Diese mit Vieren beladenen Tröpfchen werden dann von Gesunden mit der Atemluft aufgenommen und können bei ihnen zur Infektion führen. Umgangssprachlich sagt man dann, man habe sich „angesteckt“.

Der zweite Weg ist die Schmierinfektion. Hierbei sind die Hände die Hauptüberträger der Erreger. Wenn sich ein Erkrankter die Nase putzt oder in die Hänge niest, landen Viren auf den Händen. Beim Händeschütteln oder beim gemeinsamen Benutzen von Türklinken wandern die Keime dann zum Gesunden weiter. Diese Übertragung ist natürlich auch beim direkten Kontakt wie beim Umarmen oder Küssen möglich.

Durch Viren ausgelöste Infekte der oberen Atemwege heilen in der Rege problemlos aus. Bei solchen Infekten sind Antibiotika auch vollkommen wirkungslos, da diese Medikamente gegen Viren nichts ausrichten können. Diese Infekte können wir mit naturheilkundlichen Methoden, z.B. Schüßler-Salzen selbst behandeln. Anders sieht es bei Infekten der unteren Luftwege aus, die teilweise auch bakteriell bedingt sind. Und eine sogenannte Superinfektion, bei der sich Bakterien auf der von der Virusinfektion geschädigten Schleimhaut ansiedeln. Diese Infektion gehört in ärztliche Behandlung. Hier kann man den Heilungsverlauf jedoch durchaus mit natürlichen Maßnahme fördern.

Schüßler-Salze: Infektionsabwehr, Nr. 3 Ferrum phosphoricum D 12,
Nr. 5 Kalium phosphoricum D 6, Nr. 8 Natrium chloratum D 6, Nr. 16 Lithium chloratum D 12,
Nr. 21 Zincum chloratum D 12.

 

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